Pressestimmen

"Ein wahrer Künstler"

"Hinrich Alpers, Preisträger des letzten Esther Honens - Wettbewerbs, (...) bot eine flüchtige, elegante Version von Mozarts wohlbekanntem Klavierkonzert in A-Dur KV 488. (...) Mit individuellem Zugriff nahm Alpers den ersten Satz sehr schnell, mit brillianten Läufen und voll virtuosen Selbstbewußtseins. (...) Der langsame Satz - das emotionale Herzstück des Werks - war hingegen voller Poesie und reich an expressivem Ausdruck, mit wohl verstandener und dargesteller Introvertiertheit. Das Finale, ein sorgloser Sprint, kehrte schließlich zur Brillianz des ersten Satzes zurück. Alpers ist ein wahrer Künstler, und eine Wiedereinladung wäre höchst willkommen."

(Calgary Herald, Oktober 2008)

"Ein Musiker allerhöchsten Ranges - merken Sie sich diesen Namen: Hinrich Alpers"

"Edgar Varèse stand am Donnerstag Abend nicht auf dem Programm, doch mußte ich bei der Uraufführung von Benedict Masons "Sonata 2008" durch den hervorragenden jungen Pianisten Hinrich Alpers oft an ihn denken. Mr. Alpers, Gewinner des William Petscheck Wettbewerbs der Juilliard School, machte das Beste aus seinem Debüt-Klavierabend in einem der bedeutendsten Säle New Yorks [Zankel Hall]. (...) Mr. Alpers bot eine äußerst enthusiastische Aufführung [von Benedict Masons "Sonata 2008"], die Leuchtfarben hervorhob, sich des Spiels mit den Ellenbogen bediente und auch die allerobersten Regionen der Klaviatur mit eisiger Präzision bediente. (...) Es ist zu bezweifeln, daß irgendjemand dies besser darbieten könnte als Mr. Alpers.

Mr. Alpers begann seinen Abend mit einem traumhaft flüssigen Blick auf Skrjabins 10. Sonate, einer atembraubenden Entfaltung von Hell-Dunkel-Technik und poetischer Phrasierung. Direkt vom ersten Moment war klar, daß hier nicht bloß wieder ein talentierter Student am Werk war, sondern ein ausgereifter Profi im Körper eines Meßdieners. Als Student von Jerome Lowenthal besteht Mr. Alpers alle mechanischen Prüfungen mit offenkundiger Leichtigkeit, doch besitzt er die seltene Qualität echten Musikverständnisses und, viel wichtiger, das Verständnis dessen, was zwischen den Zeilen und Notenlinien stattfindet. Es ist gefährlich, Vorhersagen zu treffen - schließlich könnte er es sich ja auch noch anders überlegen - doch es erwartet ihn eine herrliche Karriere als Künstler.

Neben Beethovens op. 111 durchwanderte Mr. Alpers die schwierige Landschaft von Schumanns Sonate in fis-moll, op. 11. Kritiker waren über dieses Stück stets gespaltener Meinung (...) , und es braucht eine starke Hand und eine erfahrene Seele, das Stück trotzdem mit Erfolg durchzuziehen. Hierfür war Mr. Alpers gerade der Richtige. Anscheinend unbeeindruckt von der laut vorbeirauschenden U-Bahn, scheute er die heikle Mühe nicht, genau die richtige Stimmung für die Aria, eine Hommage an Schumanns geliebte Clara, im zweiten Satz zu kreiren, nur um sein ausgefeiltes Werk durch ein kurz vor Schluß unverschämt lange läutendes Handy zerstört zu finden. Sichtbar erschüttert drehte Mr. Alpers im folgenden, schwierigen, Scherzo einige Male durch, hielt sich aber schnell im Zaum, um größeren Schaden abzuwenden.

Im Ganzen war all dies der Abend eines Musikers allerhöchsten Ranges. Merken Sie sich diesen Namen: Hinrich Alpers."

(New York Sun, März 2008)

"Poet über alle Oktaven" (Beethoven, Klavierkonzert Nr. 4)

"Es blieb der Abend von Hinrich Alpers, der die subtilste Herausforderung unter den Beethoven-Konzerten brillant zu meistern wußte, der den lyrischen Schwung, die reichen figurativen Finessen und den hohen zarten Ton mit Sinnlichkeit und einem lichten Pathos genau traf."

(Allgemeine Zeitung Uelzen, Februar 2008)

"Machtvoll, kräftig und klar"

"Auch bei Griegs legendärem Klavierkonzert kommt man schnell in Wallung, nicht zuletzt weil mit dem jungen Hinrich Alpers jemand am Flügel sitzt, er nicht zufällig hier ist. Wer 2004 Grieg-Preisträger im "Concours Grieg" in Oslo war, kann schnell als Experte identifiziert werden. Sein Anschlag ist machtvoll, kräftig und klar, hat Ecken und Kanten und gibt sich trotzdem mit ganzer Seele der pulsierenden Griegschen Leidenschaft und dem verzückten Gesang seiner Kadenz hin."

(Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Oktober 2007)

"Ein Poet am Klavier"

"Hinrich Alpers überzeugte bei seinem Auftritt durch uneitle Zurückhaltung und unaufwendigen Zugriff. Dabei hatte er ein Programm zusammengestellt, das an Anspruch und Schwierigkeit seinesgleichen suchte. In Ferruccio Busonis aberwitzig virtuoser Bearbeitung von Bachs berühmter d-Moll-Chaconne bewies Alpers sein hohes technisches Können. Beethovens späte E-Dur-Sonate op. 109 ging er lyrisch-poetisch an, zurückhaltend, dabei immer rund im Ton. Alpers verleiht diesem Werk eine verwirrende Reife und Abgeklärtheit, die hier einen Einblick in Beethovens fast schon privates Vor-sich-hin-Fantasieren gewährt."

(Lübecker Nachrichten, April 2007)

"Radikal überzeugend"

"Ein ungewöhnliches Intermezzo: der Pianist des Trios, der 25jährige Hinrich Alpers trat nicht nur solistisch auf. Er wagte sich gleich an die letzte Beethoven-Sonate, op. 111. Und er überzeugte durch seine jugendlich-zupackende Energie, die zugleich von einem tiefen Ernst geprägt war. Das einleitende Maestoso meißelte er regelrecht aus den Tasten heraus. Das folgende Allegro con brio e appassionato (schnell, mit Feuer und Leidenschaft) setzte er der Vorschrift entsprechend konsequent um. Die Radikalität eines zwingend sich artikulierenden Formverlaufs verwandelte Alpers in leidenschaftliche Sinnlichkeit und feurige Ekstatik, zu der Beethoven hier bereits 100 Jahre vor Skrjabin fand. Und wo der Komponist innehielt, um sich selbst und sein Werk in Frage zu stellen, da gestaltete Alpers dies mit ergreifender Reduktion von Klang, Tempo und Agogik. Die finale Arietta blühte unter seinen Fingern auf, verlor sich immer intensiver in rhythmische Eskapaden hinein, um schließlich in ein Paradies reinen Klangs zu versinken. Eine perfekte Technik in Kombination mit einem befreit sich Bahn brechenden Ausdruckswillen ließen diese Sonate vor einer langen Pause zum Ereignis werden."

(Straubinger Rundschau, Januar 2007)

"Wenn bei Cage das Handy stört"

"Mit drei Kontrapunkten aus Bachs "Die Kunst der Fuge" begann Hinrich Alpers sein Recital im dicht gefüllten Saal: Absolut erregend war sein Bachspiel, impulsstark, von tänzerischem Schwung und rhythmischem Drall. Dabei reich an dynamischen Abstufungen und von ruhiger Gesanglichkeit in den Fugen-Zwischenspielen. Große Ruhe fand der Pianist in den träumerischen, sanft arpeggierten Repetitionen von John Cages "In a Landscape". Wobei mitten in die Stille dieses Wohlklangs ein Handy ratternd losging und aus allen Träumen herausriß. Cage hätte es womöglich gefallen.

In Rachmaninows "Variationen über ein Thema von Corelli" trug der Pianist den barocken Impuls des Themas noch weiter in die virtuosen Variationen, brachte großen Schwung und insistierenden Drive hinein mit klarem, lapidarem, rhythmisch pointiertem Spiel. Auf spätromantisches Klanggelee und Parfüm verzichtete er dabei völlig, vielmehr erklang die Lyrik in blütenzarter Reinheit.

Für die Poesie eines Robert Schumann hat Hinrich Alpers eine besonders eingebungsvolle Hand. Die innenwärts gewandten Empfundungen der Sonate fis-moll und seiner eigenen Transkription des Liedes "In der Fremde" klangen höchst beseelt, tönten Sehnsüchte in schönsten Klangvaleurs. Gedankliche Tiefe wurde dabei delikat abgetönt. Die rhapsodischen Leidenschaften des Kopfsatzes wurden weitgehend abgemildert und ins Reich der Träume überführt, aber im Finale erhielt das Passionierte doch noch den lodernden und rhythmisch stark zugespitzten Elan, der hier vonnöten ist."

(Rhein-Neckar-Zeitung, Januar 2007)

"Mit brilliantem Feuer und glückhafter Virtuosität" (Rachmaninow, Klavierkonzert Nr. 3)

" 'Wir sind gut vorbereitet', hatte Hinrich Alpers vor dem Konzert eingeschätzt. Das war keineswegs kokett, sondern die Bescheidenheit eines zwar selbstbewußten jungen Mannes, der aber die Demut vor der Musik nicht verloren hat und vielleicht deshalb diese wunderbare Entwicklung in den letzten beiden Jahren nahm. So war das Zusammenspiel mit den Göttinger Symphonikern unter der Stabführung von Christian Simonis ein intensiver Dialog. Die grandiose Harmonie öffnete die geistige Dimension und Schönheit der Musik dieses kompositorisch besonders ambitionierten und pianistisch überaus anspruchsvollen Konzerts eindrucksvoll.

Mit brillantem Feuer und glückhafter Virtuosität musizierte da ein 22-jähriger, dem man solche Reife und solch tiefes Musikverständnis zwar zugetraut hatte, die aber letztlich dennoch überraschten und überwältigten. Kraftvoll-leuchtend, bestechend auch in leisen Tönen, fand der dramatische Ernst im Adagio traumhafte Korrespondenz. Man hätte sich gewünscht, nach diesen großen Emotionen das Haus verlassen zu dürfen - jedes Reden war ohnehin überflüssig."

(Allgemeine Zeitung Uelzen, März 2004)